Der Sergant /Sergent /Servient /Dienende Bruder

Als zweite wichtige Stütze des Ordensheeres war der Sergent zuständig für fast alle Kampfunterstützungsaufgaben welche in einer Armee anfielen. Grundsätzlich beritten, wurden sie aber anhand Ihrer Fähigkeiten auch oft als Fußkämpfer eingesetzt, was sich auch in kleinen Details der Ausrüstung niederschlägt. Gut trainiert und fast auf Ritterstandart ausgerüstet waren sie zahlenmäßig stärker im Orden vertreten als die eigentlichen Ordensritter. Ihre Aufgaben erstreckten sich von dem infanteristischen Nahkampf über die Verwendung von Fernwaffen( Armbrust!!), bis hin zu den Taktiken des eigentlichen Ordensritters, den Angriff zu Pferde in geschlossener Formation. Der Sergent ist dem Ordensritter in der Rangstufe untergeordnet, da er in den meisten Fällen auch NICHT von Adel war.

Zur Darstellung eines Sergenten sollte man folgende Ausrüstung haben, (die übliche Stoffunterkleidung und Schuhwerk ist vorrausgesetzt!!):

  • Polsterrock/ Gambeson , Polstermütze, Diechlinge (Nicht unbedingt erforderlich, je nach dargestelltem Zeitraum!!)

  • Kettenhemd OHNE angesetzte Kettenhandschuhe, Halbarmkettenhemd,, Kettenbeinlinge sind möglich, aber ohne Fußteile.

  • Separate Kampfhandschuhe, wobei früher wahrscheinlich gar keine getragen wurden ( in der Darstellung KEINE Plattenhandschuhe, im Kampf toleriert!)

  • Nasalhelm, Eisenhut, Barbiere, Kübel oder Topfhelm.(Je nach dargestellt. Zeitraum)

  • Ein schwarzer Waffenrock, vorne und hinten geschlitzt, vorne und hinten ein gleichgroßes rotes Kreuz, Form entweder Lateinerkreuz oder Tatzenkreuz, Größe beim asymmetrischen Lateinerkreuz wäre Gesamtlänge 16cm /Gesamtbreite 10,5cm / Breite der Balken 2,4 cm,/ Abstand von Oberkante Kreuz bis Oberkante Querbalken wäre 4,5cm. Anbringung des Kreuzes ca. 3-5cm unterhalb des Halsausschnittes Innerhalb einer Gruppe sollte die Kreuzform aber gleich sein.

  • Einen schwarzen oder braunen Mantel mit einem Kreuz über der linken Schulter, KEIN Kreuz auf der Rückseite!!

  • Ein schmuckloser Waffengurt mit Schwert, Einhand, Klinge max. 800mm. Eventuell einen Dolch oder auch ein Essmesser. (Keine Panzerstecher!!)

  • Eine Lanze, da die meisten aber Transportprobleme haben, reicht auch eine kürzere Fußlanze. Wahlweise auch Armbrust oder Axt je nach Spezialgebiet.

  • Ein Schild,, Normannenform, oder kleinere Reiterschildform, wobei für die Armbrustschützen durchaus eine verkleinerte Pavesenform denkbar wäre. Bemalung oben Schwarz, unten Weiß mit rotem Kreuz ( Tatzenkreuz oder Lateinerform ). Größe wieder mit den anderen Gruppen abgleichen. Detaillierte Schildbeschreibung folgt separat.

  • Als Zusatzpanzerung ist ein Plattenpanzer als Oberkörperschutz auch möglich, schwarzer Stoff, vorne und hinten rotes Kreuz , Form wie bei Punkt 5. Platten auf JEDEN Fall mit Stoff verdeckt. Die Maße bei diesem Kreuz bleiben erhalten, so wie bisher in Verwendung.
  • Ein kleines Holzkreuz oder einen Rosenkranz als einziger Schmuck für den Gürtel

  • Ein paar Reitersporen.

  • Für die nichtmilitärische Darstellung eine Kutte in schwarz oder braun mit einem kleinen roten Kreuz auf der linken Brustseite. Entweder mit Kapuze oder eine separate Gugel, dazu ein Seil oder einen dünnen Ledergürtel. Die Kutte sollte nicht zu eng und nicht zu weit sein, da sie auch als Arbeitskleidung Verwendung findet. Es sollten auch zwei Ausführungen vorhanden Sein, eine aus Wollstoff für kalte Jahreszeiten und eine dünnere für wärmere Temperaturen.

  • Der dienende Bruder als Nichtkämpfer (Handwerker, Mönch!!) entspricht dem Kämpfenden Sergenten in der nichtmilitärischen Darstellung(Punkt 13) , erkennbar ist der Unterschied nur durch die Tätigkeit und die Werkzeuge als deutliche Zeichen seiner Fachverwendung (Zimmermann, Steinmetz etc.) Beim Bruder Maurer wäre es zum Beispiel auch zu erkennen an den Lederhandschuhen, welche den anderen nicht erlaubt waren!